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Spannende Talente bei der Chopin-Gesellschaft

Drei Studenten des Landeskonservatoriums, die sich für die Teilnahme am 1. Bechstein-Bruckner-Wettbewerb im Mai 2020 in Linz beworben haben, präsentierten sich im Rahmen eines Konzertes der Chopin-Gesellschaft Feldkirch am Freitag. Ein spannender Abend, der die verschiedenen Zugänge zur Klaviermusik aufzeigte.

Zur Förderung von Pianisten, die an österreichischen Musikuniversitäten und Konservatorien studieren, findet in Linz Ende Mai der 1. Bechstein-Bruckner-Wettbewerb statt. Beim Auswahl-Wettbewerb des Vorarlberger Landeskonservatoriums haben sich drei Studenten nahe der Spitze qualifiziert. Erster wurde der erst neunzehnjährige Schweizer Nicola Schöni, doch Mayya Melnichenko und Anahita Pasdar lagen im Ranking nur wenige Punkte darunter, sodass sich die Chopin Gesellschaft Feldkirch entschloss, alle drei zu einem Konzert einzuladen. Die Russin Mayya Melnichenko – wie Kirill Petrenko stammt sie aus Omsk – eröffnete es mit drei Stücken von Maurice Ravel, die sie kraftvoll, aber auch differenziert darbot. Aus dem Vorarlberger Oberland stammt die vielseitig musikalisch tätige Anahita Pasdar, die sich die schwierige Sonate Opus2/3 von Beethoven ausgewählt hatte. Sie stellte technische Brillanz in den Vordergrund, doch dass Beethovens Musik eine stark sprechende und oft auch gesangliche Komponente hat, also nach dem menschlichen Atem zu phrasieren ist, sollte Anahita Pasdar, die auch professionelle Klarinettistin ist, mehr berücksichtigen.

 

Anahita Pasdar

 

Nach der Pause kam erneut Mayya Melnichenko auf das Podium, diesmal mit drei Klavierstücken von Jaroslaw Netter, einer ansprechenden Uraufführung, die so erfrischend wie energiegeladen herüberkam. Dann spielte sie noch, souverän gestaltet, das Scherzo Nr.4 in E-Dur Opus 54 von Frederic Chopin. Und schließlich erlebte man den Sieger des Konsi-internen Wettbewerbs, Nicola Schöni. Technisch sicher, zeigte er auch eine weitgehend geistige Durchdringung seiner Stücke: einer Fantasie von Alexander Skriabin, ein hochkomplexes Werk, wo der junge Pianist eine kleinen Hänger gekonnt meisterte, dann eine Etüde von Bartok und schließlich ein weiteres Scherzo von Chopin, diesmal die Nummer drei.

Das nächste Konzert der Chopin Gesellschaft Feldkirch findet am 15.Mai mit der Vorarlberger Pianistin Hanna Bachmann statt

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