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Mein Spargel-Lieblingsrezept

 

Noch schnell, bevor die Spargelzeit zu Ende geht, kommt hier mein langjähriges Lieblingsrezept für dieses wundervolle Gemüse. Spargel ist an die Saison gebunden und sollte aus der Region kommen, Spargel an Weihnachten aus Peru oder gar einer aus der Dose oder dem Glas ist ein müder Abklatsch dessen, was es in dieser Jahreszeit, von April weg bis in den Juni hinein, Köstliches gibt.

So gut wie alle Spargelrezepte kann man mit grünem oder weißem Spargel machen. Weißen Spargel muss man im Gegensatz zum grünen schälen, jedoch dankt er es mit einem noch edleren Geschmack – seine feine Bitterkeit ist einfach hinreißend.

Spargel, besonders der weiße, ist ein Solist. Ich würde ihn nie mit anderen Gemüsen mischen, vor allem nicht beim Kochen. Aber Hoppla: das folgende Rezept beinhaltet sehr wohl ein weiteres Gemüse, nämlich klein geschnittene Radieschen in der Vinaigrette.

Doch der Reihe nach: Pro Person rechne ich etwa vier Spargelstangen, bei durchschnittlicher Dicke. Zuerst den Spargel waschen, falls es der weiße ist, schälen und  – bei Grün und Weiß – die holzigen Enden großzügig wegschneiden (Sparefrohs können sie für eine Suppe verwenden – wenn man eine Kompost hat, braucht man kein schlechtes Gewissen haben, sie weg zu tun, sie werden ja gute Gartenerde). Leicht gesalzenes Wasser in einem größeren Topf zum Kochen bringen und die Spargel etwa 10 Minuten weich, aber bissfest garen – ich mache die Probe mit einer scharfen Messerspitze.

Inzwischen sollte die Vinaigrette bereitstehen. Dafür schneide ich einige Radieschen in kleinere Stücke, dazu frische Kräuter nach Angebot und Belieben – auf dem Fensterbrett oder am Balkon, im Garten und auf den Wiesen (Vorsicht Dünger, Jauche und/oder Hundekot) findet sich gerade zur Spargelzeit ja allerhand. Dann mische ich in einer kleineren Schale reichlich gutes Olivenöl, deutlich weniger Essig, am besten Balsamico, Salz und wenn man will, einen Teelöffel guten, milden Senf.

Nun breite ich auf einem schönen großen Teller Salatblätter sternförmig aus. Drauf lege ich die gekochten Spargelstangen, die übrigens gerne halbwarm oder sogar abgekühlt sein dürfen. Dann streue mich die Radieschen mit den Kräutern drüber und gieße abschließend die Soße großzügig über das Ganze. Gekochte Eier, besonders hübsch sind Wachteleier, sind eine gute Ergänzung.

Dieses Gericht dient gerne als Hauptspeise, vor allem an einem warmen Tag. Als Sättigungsbeilage empfiehlt sich Reis oder Kartoffelbrei, vielleicht auch Weißbrot. Neue Kartoffeln wären natürlich Spitze dazu, aber da rührt sich mein ökologisches Gewissen. Denn diese kommen entweder von weither oder sind, falls sie aus der Nähe sind, chemisch gepäppelt.

Die perfekte Nachspeise dazu sind Erdbeeren, am köstlichsten mit Ahornsirup. Und der ist, verflixt nochmal, gar nicht regional. Manchmal überwiegt halt die Gaumenfreude.

Nun wünsche ich guten Appetit und hoffe, noch nicht zu spät dran zu sein mit diesem Rezeptvorschlag.

 

Hier die Liste der Zutaten für 2 Personen:

8 Spargelstangen bei mittlerer Dicke

Ein paar Radieschen

Frische Kräuter nach Belieben

5-7 Esslöffel gutes Olivenöl

2 Esslöffel Balsamico-Essig

Salz

Eventuell ein Teelöffel Senf

Salatblätter zum Anrichten

Eier oder Wachteleier, gekocht, nach Belieben

Reis, Kartoffelbrei o.ä. als Sättigungsbeilage

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