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Das Symphonieorchester Vorarlberg mit Leslie Suganandarajah und Sebastian Manz

Freudig und strahlend: SOV-Abo mit vitalen Gästen

Ein besonderer Gast am Dirigentenpult und ein im Ländle beliebter Solist, beide bestgelaunt, machten das vierte Abokonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg zu einem lustvollen Erlebnis. Die Namen der beiden, die das Orchester und das Publikum verzauberten, sind Leslie Suganandarajah und Sebastian

Manz.

Er wirkt tatsächlich wie ein Magier aus dem Morgenland, dieser strahlend elegante Dirigent Leslie Suganandarajah, der in Sri Lanka geboren und in Deutschland aufgewachsen ist. Er ist derzeit Musikchef am Salzburger Landestheater. Nicht nur deshalb beschloss er sein Programm mit Mozarts „Prager Sinfonie“, sie ist auch ein Hinweis auf die Oper „La clemenza di Tito“, die Mozart für Prag geschrieben hat. Und auch wenn das Zusammenspiel im Orchester speziell hier nicht durchwegs exakt war, so kam doch der Spirit dieses Werks mit seinen Anspielungen auf die beiden „Prager“ Opern „Don Giovanni“ und „Figaro“ wunderbar herüber. Eine ganz andre Welt erweckte der Programmteil vor der Pause, der der klassischen Moderne Frankreichs gewidmet war. Nach einer Einstimmung mit Ravel erklang das selten gespielte Klarinettenkonzert von Jean Françaix. Und man wusste auch bald, warum man dieser Werk so selten hört: es ist gespickt mit technischen und musikalischen Finessen. Der Solist Sebastian Manz bewältigte all diese Vertracktheiten nicht nur gut, sondern er brillierte zudem mit den Klangfarben, sodass diese Musik changierte wie ein fein geschliffener Diamant. Dazu strahlte er eine überbordende Spielfreude aus, die auf das hier bestens disponierte Orchester überprang und schließlich auch das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Manz hat durch seine Tätigkeit bei der Schwarzenberger „alpenarte“ viele Fans im Ländle, und mit dem SOV spielte er bereits zum zweiten Mal. Beim Konzert in Bregenz zeigte er seine Verbundenheit mit dem Orchester auf sehr charmante Art. Er bat die Flötistin Barbara Chemelli aus den Reihen des Orchesters nach vorne und spielte mit ihr zusammen ein rasantes Duett eines zeitgenössischen Schweizer Komponisten als Zugabe vor der Pause.

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