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Concerto Stella Matutina mit der Wiener Company of Music unter Johannes Hiemetsberger

 

Oft sind es besonders gelungene Konzerte, wenn unser heimisches Barockorchester Concerto Stella Matutina sich inspirieren lÀsst durch GÀste. So war es auch beim Konzert am Donnerstag in Götzis AmBach, wo das Vokalensemble Company of Music und sein Leiter Johannes Hiemetsberger mit dem CSM musizierte.

Johannes Hiemetsberger

Auch wenn die sechzehnstimmige Company of Music in Wien beheimatet ist, so gibt es doch BezĂŒge zum LĂ€ndle durch zwei der SĂ€nger. Einmal durch die Altsolistin Martina Gmeinder aus Wolfurt, dann durch den EnglĂ€nder Julian Podger, der seit dem Feldkirch Festival von Thomas Hengelbrock in bester Erinnerung ist, als Einspringer und mit dem von ihm gegrĂŒndeten und geleiteten Ensemble Trinity baroque.

Die Company of Music Wien ist eine exzellente Truppe, die sich um den bekannten Chorleiter Johannes Hiemetsberger schart, die im Tutti und solistisch sowohl mit KlangfĂŒlle als mit vokaler Wendigkeit aufwartet. So wurde Heinrich Ignaz Franz Bibers Missa Bruxelliensis (der bezug zur Hauptstadt der EU besteht lediglich darin, dass dort das manuskript aufbewahrt wird) zur spannenden musikalischen Reise. Es ist nicht die berĂŒhmte vierundfĂŒnfzigstimmige (!) Messe dieses frĂŒhbarocken Österreichers, wohl aber ist sie doppelchörig und somit achtstimmig. Und zudem steht sich eine Gruppe Posaunen und Zinken und eine aus Trompeten und Pauken gegenĂŒber – mehr Klangpracht ist kaum denkbar. Die Streicher und das Basso Continio konnten sich extra mit zwei Sonaten Bibers hören lassen.

Die Messe hat Biber, wie erwĂ€hnt, fĂŒr den Salzburger Dom geschrieben, und es ist klar, dass in diesem prachtvollen Kirchenraum die KlĂ€nge anders tragen als in der eher trockenen Akustik AmBach, und dass dort eine antiphonale Aufstellung auf den gegenĂŒberliegenden Emporen einen ganz anderen Eindruck gemacht hĂ€tte. Doch wie meinte Thomas Platzgummer in seiner launigen BegrĂŒĂŸung: immerhin sĂ€ĂŸe man in Götzis bequem im warmen Saal. Nicht nur deshalb gab es jubelnden Beifall.

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