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Landesjugendchor Voices: auf der gefühlvolle Seite

Es ist vermutlich eine Vorarlberger Besonderheit, dass die Neujahrskonzerte fast ausschließlich von Jugendensembles bestritten werden. Das ist einerseits wunderbar und suggeriert den Gedanken, dass an einer Zeitenwende wie dem Jahreswechsel man vermehrt an die Zukunft denkt, und diese gehört der Jugend. Jedoch gibt es auch immer den Hintergedanken, dass Jugendliche in der Regel keine Gage bekommen und solche Konzerte daher ungleich komfortabler zu finanzieren sind wie solche von professionellen Formationen. Solche Konzerte geben einige Sinfonieorchester der Musikschulen, wobei die Musikschule mittleres Rheintal die Erlöse des Konzerts einem guten Zweck zur Verfügung stellt, bravo. Und auch der Landesjugendchor Voices unter Oskar Egle präsentiert alljährlich ein Programm, so am Wochenende im Kulturhaus Dornbirn. Davon ist im Folgenden zu lesen.

 

Voices freut sich über den Gewinn in Dubrovnik

Sämtliche Preise, die zu gewinnen waren, hat unser Landesjugendchor Voices soeben vom internationalen Chorwettbewerb in Dubrovnik mitgebracht. Kein Wunder, dass beide Konzerte in Dornbirn restlos ausverkauft waren und eine Traube von Menschen auf eventuell zurückgegebene Karten hoffte. Der aus etwa hundert jungen Damen und Herren im Alter zwischen 16 und 28 Jahren bestehende Chor erfüllte die hoch gesteckten Erwartungen seines Publikums, ja er übertraf sie. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass junge Leute ein stilistisch so breit gefächertes Programm zwischen Mendelssohn und Sting überzeugend darbieten, dazu ungemein präzise in den Einsätzen und perfekt intoniert, und das zum guten Teil auswendig. Es ist die Begeisterungsfähigkeit der jungen Leute und die Fachlichkeit und Motivationskraft ihres Chorleiters Oskar Egle, der diesen Garten der Klänge und Emotionen so reich zum Erblühen bringt. „Auf der gefühlvollen Seite“ wolle man sich in diesem Konzert mit dem Titel „feeling voices“ zeigen, meinten die charmanten Moderatoren Laura und Thomas, und dazu trugen auch die Stücke bei, die ein Celloensemble um Mathias Johansen spielte. Yunus Kaya begleitete einige der Chorwerke am Klavier. Und spätestens, als bei der zweiten Zugabe sich der Chor singend über den Saal verteilte, fühlte man, dass man etwas ganz Besonderes erlebt hatte.

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