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Schubertiade: Gruppenbild mit Dame – jeweils

Zwei Kammermusikabende bei der Schubertiade Schwarzenberg Samstagabend und Sonntagmittag ermöglichten interessante Interpretationsvergleiche.

Eine der prägenden Künstlerinnen dieser Schwarzenberger Spätsommerschubertiade ist Elisabeth Leonskaja. Die nunmehr achtzigjährige georgisch-russische Pianistin begeisterte 1979 das Publikum der Salzburger Festspiele und lebte von da an in Wien. Neben einem Soloabend am Sonntag trat sie Samstagnachmittag mit dem Quatuor Danel auf. Mit diesen vier Herren aus Belgien legte sie jüngst eine Aufnahme mit Kammermusik von Schostakowitsch und Weinberg vor, und Kammermusik sei ihr ein Herzensanliegen. So sagte die Leonskaja in einer kurzen Rede und widmete sie dieses Konzert dem im April verstorbenen Günter Pichler, Primarius des Alban Berg Quartetts, mit dem sie besonders gern muszierte. In Schwarzenberg nun spielte sie mit dem Quatuor Danel, das hiermit sein Schubertiade Debut gab, Robert Schumanns Klavierquintett Opus 44 mit seinem charakteristischen Thema im zweiten Satz. Es war eine gediegene Interpretation, sauber, dynamisch differenziert, was auch vom Teil des Konzertes vor der Pause zu sagen ist. Hier spielte das Quatuor Danel, 1991 gegründet und teilweise seit damals neu besetzt, Schuberts „Rosamunde Quartett“. Auch hier eine tadellose Interpretation, der es jedoch etwas an Herzblut fehlte, auch, weil zwischen den Sätzen zu lange Pausen gemacht wurden.

Spannend war der Vergleich zum Pavel Haas Quartett, das die Matinee am Sonntag bestritt. Dieses Quartett aus Prag, benannt nach dem von den Nazis verfemten Komponisten Pavel Haas, hat sich 2002 zusammengetan und tritt seit 2010 regelmäßig bei der Schubertiade auf, wo es sehr beliebt ist. Ein wenig vielleicht wegen seiner attraktiven Primaria Veronika Jarůšková, vor allem aber wegen seiner dichten und unverwechselbaren Klangsprache. Diese vier Streicher gehen ganz in ihrer Musik auf, mit großer Behutsamkeit erspüren sie die Energieflüsse und lassen immer wieder Zeit zum Atmen. Spielte das Pavel Haas Quartett vor der Pause Antonín Dvoraks Streichquartett in As-Dur Opus 105, so kamen nach der Pause Pavel Nikl, Viola, und Ivan Vokáč, Cello, dazu, um sich gemeinsam Dvořáks Streichsextett Opus 48 zu widmen. Mit seiner slawischen Melodik und der engagierten Interpretation begeisterte es das Publikum, sodass der Furiant als Zugabe wiederholt wurde.

Foto schubertiade

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